Verkabelungsanfr. neuer DSE ergänz. zu analogem Fernwirkempf

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florian m.
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Verkabelungsanfr. neuer DSE ergänz. zu analogem Fernwirkempf

Beitrag von florian m. » Samstag 20. September 2014, 20:05

Hallo zusammen,

erfreulicherweise wurde bei uns vor ein paar Tagen der Entschluss gefasst, zumindest in unserer Verbandsgemeinde die Sirenenalarmierung mit der guten alten E57 zu erhalten.
Aller Wahrscheinlichkeit nach wird es der CR-220-DSE-V von Swissphone (eigentlich Sonnenburg) werden.

Nun beschäftigen uns mehrere Fragen:

a.) Werden diese DSE (digitalen Fernwirkempfänger) mit einer Dachantenne montiert oder reicht eine kurze "Stummelantenne" auf dem Schaltkasten aus? Der DSE wird im Erdgeschoss montiert.

b.) Wie ist vom Grundsatz her die jetzige Verkabelung vorgenommen? (siehe Bilder) Ist der Taktgeber mit im Fernwirkempfänger verbaut? Gibt der Fernwirkempfänger den Sirenenschalttakt direkt an das Schütz?

c.) Arbeitet das Handbedienteil unabhängig vom Fernwirkempfänger oder steuert es immer den Feueralarmtakt an? Also ich meine dass der Takt immer vom Handbedienteil kommen würde (denke ich eigentlich eher weniger)

d.) Unsere Vorstellung wäre es, den neuen DSE parallel mit dem alten analogen Fernwirkempfänger zu betreiben. Das Handbedienteil dass die Handauslösung der verschiedenen Signale (Entwarnung etc.) ermöglicht soll funktionsbereit verkabelt bleiben.



Kann mir jemand eine Skizze aufmalen, wie ich mir die jetzige Verkabelung vorstellen kann?! Wo läuft der Eingang des Druckknopfmelders in die Schaltkästen ein?
In den DSE wollen wir 3 Rics einproggen und 4 Schaltprogramme über die Unteradressen per Funk ansteuern können.

Ich bin schonmal auf Eure Antworten gespannt!

Vielen Dank!

Gruß
Florian
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Re: Verkabelungsanfr. neuer DSE ergänz. zu analogem Fernwirk

Beitrag von Glockengießer » Samstag 20. September 2014, 22:29

Der Parallelbetrieb beider Fernwirkempfänger ist machbar! Ich habe an meiner alten Heimanlage einen analogen Sonnenburg F.W.E. parallel mit meinem ersten Eigenbau-Taktgeber im Kunststoffgehäuse betrieben, welcher auch mit einem Relais als Schaltausgang arbeitet.

Allerdings bräuchte ich noch ein Foto vom Inneren des analogen F.W.E. damit ich die Anschlussbelegung genauer ermitteln kann.

Sollte die Anschlussklemme 4 frei sein, schlage ich die in der Grafik abgebildete Anschlussmethode vor.
Auf diesem Weg könnt ihr den Druckknopfmelder, den im Schaltkasten integrierten Taktgeber und den Analogen F.W.E. von Sonnenburg weiter verwenden und müsst auf nichts verzichten.

Der digitale Fernwirkempfänger taktet die Sirenensignale selbst, da es in der Beschreibung der Datei SWISSPHONE_CR-220-DSE-V-dt-sw.pdf geschrieben steht: "Alarmspeicherung und Sperrzeit sowie auch kundenspezifische Sirenentakte sind programmierbar"

Noch ein Tipp von mir: Wenn der digitale Fernwirkempfänger auch das Signal "Luftalarm" bzw. "Warnung" schalten soll, wären 15 Schaltsequenzen mit je zwei Sekunden optimal, da der alte Taktgeber im Schaltkasten den Luftalarm auch mit 15 Schaltsequenzen taktet.
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Fernwirkempfänger_Anschlussvorschlag.PNG
Anschlussvorschlag zum Parallelbetrieb des analogen Fernwirkempfängers mit dem digitalen DSE.

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Re: Verkabelungsanfr. neuer DSE ergänz. zu analogem Fernwirk

Beitrag von florian m. » Sonntag 21. September 2014, 10:12

Danke schonmal!

Taktet der alte Fernwirkempfänger die Signale auch selbst? Ich denke schon oder?
Der Druckknopfmelder kann doch auch direkt an den neuen DSE angeschlossen werden?!

Was passiert in der Übergangszeit bei Doppelverkabelung wenn die Leitstelle die Alarme für unsere Wehr sowohl DIGITAL als auch ANALOG auslöst?

Gruß

Florian
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Re: Verkabelungsanfr. neuer DSE ergänz. zu analogem Fernwirk

Beitrag von Glockengießer » Sonntag 21. September 2014, 11:04

Hallo Zurück.

Der analoge Sonnenburg F.W.E. taktet die Signale auch selbst. Den Druckknopfmelder könnte man an den DSE anschließen, aber ich würde die Anlage so belassen, wie sie ist.

Über die Auslösemethode sollte mit der Leitstelle rücksprache gehalten werden, da sich bei zu schnell aufeinander folgender analoger und digitaler Auslösung die Taktung des Sirenensignals beider Funkempfänger überlagert.
Dies kann man allerdings mit einer zusätzlichen Relaisschaltung verhindern - einen entsprechenden Schaltplan mit Bauteileliste kann ich euch anfertigen.

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Re: Verkabelungsanfr. neuer DSE ergänz. zu analogem Fernwirk

Beitrag von hoffendlichS3 » Sonntag 21. September 2014, 13:55

Ganz einfach Gesagt:

Der neue DSE wird einfach parallel zu dem MPS4 angeklemmt. Phase, Neutralleiter und Sirenenschütz.
Fertig, dann funktionieren beide.
Wie der Analoge angeklemmt ist, steht im Deckel, das sollte sich problemlos auf den Neuen anwenden lassen.

Wenn der alte Empfänger mit einer Stummelantenne vor Ort Klar kommt, dann kommt der neue das auch.
Ich würde die Empfnagsfunkanlage für den neuen FWE so auslegen wie für den alten FWE auch.

Was die Parallele auslösung angeht muss sich Glockengießer zum Teil wiederpsrechen...

Wenn der Analoge Fernwirkempfänger eine Sirenentakt erkennt, ohne das er ihn selber ausgelöst hat, dann sperrt er für eine Minute seine
eigene Taktung, das ist noch auch Zeiten der Warnämter, falls ein Signal vom wrnamt kam hatte das vorrang.
Sprich, wenn der digitale zuerst auslöst, dann sperrt derAnaloge eine Minute.

Ob die neuen digitalen Empfänger diese Sperrzeit auch haben, weis ich nicht, ansonsten mit Programmieren lassen, dann Taktet der, der zuerst auslöst.
Kommen die Auslösungen aber im Abstand von etwas über einer minute dann läuft die Gute natürlich doppelt.

BTW: Wenn der Analoge FWE abgebaut wird, kann ich den dann bekommen?
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Re: Verkabelungsanfr. neuer DSE ergänz. zu analogem Fernwirk

Beitrag von Laatze » Freitag 26. September 2014, 10:52

Zu deiner Frage mit dem Handsteuergerät (HSG): Dieses arbeitet unabhängig vom FWE. Im HSG sind verschiedene Zahnräder verbaut, welche abhängig von der Einstellung "Feueralarm, Luftalarm, ABC-Alarm, Entwarnung) nach Aufziehen (ähnlich wie eine Eieruhr) das Signal wiedergeben. Der FWE ist zur Funkauslösung (meistens nur Feueralarm) da und taktet das Signal selbst,a lso nicht über das HSG. Daran ist auch der Feuermelder angeklemmt.
Daher kann man eine Sirene manuell über den Feuermelder oder das Handsteuergerät oder halt per Funk über den FWE auslösen.

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Re: Verkabelungsanfr. neuer DSE ergänz. zu analogem Fernwirk

Beitrag von florian m. » Samstag 27. September 2014, 08:51

Unterliegen diese Handsteuergeräte einem Verschleiß?
Ich meine damit, ob die Zahnräder fest werden, wenn die Geräte nicht genutzt werden? (Rost etc.)

Das Bild mit Ader 4 wird demnächst nachgeliefert.

Wird bei den DSE eine Stummelantenne ausreichen? Der analoge Fernwirkempfänger hatte eine Dachantenne?!

Gruß

Florian

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Re: Verkabelungsanfr. neuer DSE ergänz. zu analogem Fernwirk

Beitrag von hoffendlichS3 » Samstag 27. September 2014, 11:07

Wenn der Analoge eine Dachantenne hat, dann würde ich an den DSE auch eine anbauen.
Der Empfang ist ja der gleiche, nur das es eine andere Verschlüsselung ist.

Ich habe noch von keinem Handsteuergerät gehört, das sich festgesetzt hat.
Aber das was du hast ist ja im Kasten, also auch elektrisch angetrieben.
Die Zanräder sind Bryniert... Da dürfte nix passieren.

Probier es aus, schalte den Hauptschalter für die Sirene aus, und lös ein Signal am Handsteuergerät aus.
Dann läuft die Sirene nicht mit.
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Re: Verkabelungsanfr. neuer DSE ergänz. zu analogem Fernwirk

Beitrag von Glockengießer » Freitag 31. Juli 2015, 12:16

florian m. hat geschrieben:Unterliegen diese Handsteuergeräte einem Verschleiß?
Ich meine damit, ob die Zahnräder fest werden, wenn die Geräte nicht genutzt werden? (Rost etc.)
Verschleiß ja, aber so dermaßen gering, das es nicht nennenswert ist. Rost ist sehr unwahrscheinlich, da das Uhrwerk mit Messingzahnrädern und rostfreien Stahlteilen gebaut ist. Zusätzlich sind die Zahnräder und Metallteile vernickelt und so doppelt rostgeschützt.

Mein TeleNorma-Handsteuergerät ist Baujahr 1960, wurde nie umgebaut oder Schalttechnisch verändert und läuft bis Heute ohne Probleme. - Und wenn's doch mal einen mechanischen Defekt erleiden sollte, bringe ich es zum Uhrmacher.

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