Elektror S2a(380V) Sirene Restauration

Berichte über komplette Restaurationen von Sirenen und Zubehör, bzw. Eigenbauten von Sirenen, Steuerungen und Zubehör
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HaumeiFranzP
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Re: Elektror S2a(380V) Sirene Restauration

Beitrag von HaumeiFranzP » Mittwoch 5. August 2015, 10:01

Ich vermute mal den von Otto einstmals beschriebenen Sssssst-bums-Effekt oder einen anderweitigen Freiflug vom Tisch. Kann passieren, nicht schön, aber jetzt muss ne Lösung her.

Meine Idee: An 2 intakten Statorfeldern 2 Aluwinkel anpassen. Diese unterhalb der gebrochenen Felder (Statorunterseite) mit M4- oder M5-Schrauben befestigen. Da sie wahrscheinlich nicht sehr tief im Material sitzen werden, Schraubenfest verwenden. Die defekten Felder ebenfalls mit Gewindebohrungen versehen, mit 2K-Kleber verkleben und verschrauben. Nach Aushärten der Geschichte in den Stator hineinragende Schrauben runterflexen und herausgequollenen Kleber entfernen. Ggf. noch einen Alustreifen anfertigen, den man nach der Rotormontage oben von Innen als Stütze montiert. Ist jetzt optisch nicht das Tollste, sollte aber halten.
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Re: Elektror S2a(380V) Sirene Restauration

Beitrag von hoffendlichS3 » Mittwoch 5. August 2015, 12:17

Alles fällt mal runter.

ich hab auf der Arbeit eine Pumpe repariert. Gerade als alles fertig gestrahlt ist usw. Kullert mir das Innenleben vom
Plattenwagen und aus dem Laufrad bricht ein Stück heraus. War zum Glück nur für mich die Pumpe...

Mit ganz viel Glück kannst du einen Guten schlosser finden der Versucht dir die Stücke wieder anzuschweißen.
Ist bei altem Aluminiumguss aber so ne Sache...
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Re: Elektror S2a(380V) Sirene Restauration

Beitrag von sirenator » Mittwoch 5. August 2015, 13:39

Das kannste knicken.
Die einzige Möglichkeit ist evtl. Uhu Endfest.
Dann allerdings auch mit warm machen damit er stabiler wird.
Alu druckguss schweissen is scheisse schwer. Ich hab da mal mit Technoweld probiert.
Wenn man das Teil nicht vorher auf +250° erhitzt zerbricht das an anderer stelle beim dran gehen mit ner Lötlampe

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Re: Elektror S2a(380V) Sirene Restauration

Beitrag von Glockengießer » Montag 10. August 2015, 19:29

Ist der Stator von der S2a eigentlich aus Gusseisen oder aus einer Aluminiumlegierung? Ich habe da eine Ansprechperson in der Rückhand, die in dieser Sache vielleicht helfen könnte.

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Re: Elektror S2a(380V) Sirene Restauration

Beitrag von hoffendlichS3 » Montag 10. August 2015, 20:30

Aluminium-Guss.

Ob druckguss oder normaler bin ich mir bei dem Alter nicht sicher, könnte auch normaler Guss sein.
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Re: Elektror S2a(380V) Sirene Restauration

Beitrag von E57Daniel11 » Montag 10. August 2015, 23:07

Glockengießer hat geschrieben:Ist der Stator von der S2a eigentlich aus Gusseisen oder aus einer Aluminiumlegierung? Ich habe da eine Ansprechperson in der Rückhand, die in dieser Sache vielleicht helfen könnte.
Das weiß ich nicht, welcher Guss das ist. Was ist überhaupt der Unterschied zwischen den beiden Güssen?
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Re: Elektror S2a(380V) Sirene Restauration

Beitrag von Glockengießer » Dienstag 11. August 2015, 07:46

E57Daniel11 hat geschrieben:
Glockengießer hat geschrieben:Ist der Stator von der S2a eigentlich aus Gusseisen oder aus einer Aluminiumlegierung? Ich habe da eine Ansprechperson in der Rückhand, die in dieser Sache vielleicht helfen könnte.
Das weiß ich nicht, welcher Guss das ist. Was ist überhaupt der Unterschied zwischen den beiden Güssen?
Aluminiumlegierungen werden als Druckguss oder als Schwerkraftguss in Sand- oder Wachsausschmelzformen verarbeitet und fallen in die Kategorie "Leichtmetallguss".
Gusseisen dagegen fällt unter den Schwermetallguss und ist nur ein sog. Überbegriff für die Gusseisenwerkstoffe (Da gibt es auch mehrere verschiedene).

In der Regel erkennt man das Metall an der Bruchstelle. Weist diese eine glatte Fläche mit grauer Farbe auf, kann man davon ausgehen, dass es Gusseisen ist.
Aluminium weißt bei derartigen Bruchstellen eher rauhe, silberfarbene Flächen auf.
Die Metallsorte lässt sich aber auch klanglich (duch sanftes anschlagen) oder durch abfeilen an einer unauffälligen Stelle feststellen.
Gusseisen klingt hell, Aluminum etwas tiefer. Erscheint die abgefeilte Stelle grau, handelt es sich um Gusseisen, ist die Stelle eher silbrig glänzend, handelt es sich um Aluminium

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Re: Elektror S2a(380V) Sirene Restauration

Beitrag von DS55 » Dienstag 11. August 2015, 14:09

Hallo,
Aluminium, Kupfer, Messing, Bronze ist wie auch Edelstahl unmagnetisch. (es gibt auch Edelstahllegierungen die sind schwach magnetisch)
Eisen ist magnetisch.
Dabei ist es egal wie das Werkstück geformt wurde.

Sehe ich das richtig?

Kleine Anmerkung: Mit so einem hyperstarken Neodymmagneten sollte man das nicht testen. Einmal kann man sich die Finger fürchterlich klemmen und ausserdem stellt man selbst bei einigen Alu-Legierungen einen gewissen Magnetismuss fest. Ich war selbst sehr überrascht...

Grüsse Günter
Zuletzt geändert von DS55 am Dienstag 11. August 2015, 21:06, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Elektror S2a(380V) Sirene Restauration

Beitrag von E57Daniel11 » Dienstag 11. August 2015, 15:43

Glockengießer hat geschrieben:Ich habe da eine Ansprechperson in der Rückhand, die in dieser Sache vielleicht helfen könnte.
Gerne:)

Ich habe den Rotor noch nicht abgezogen, da ich nicht sicher bin.
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Re: Elektror S2a(380V) Sirene Restauration

Beitrag von hoffendlichS3 » Dienstag 11. August 2015, 21:20

Aluminiumguss würde ich sagen...
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Re: Elektror S2a(380V) Sirene Restauration

Beitrag von Glockengießer » Mittwoch 12. August 2015, 18:44

E57Daniel11 hat geschrieben:
Glockengießer hat geschrieben:Ich habe da eine Ansprechperson in der Rückhand, die in dieser Sache vielleicht helfen könnte.
Gerne:)

Ich habe den Rotor noch nicht abgezogen, da ich nicht sicher bin.
Sieht tatsächlich nach einer Aluminiumlegierung aus... Das erstaunt mich, denn bei meiner S2a mit 380 Volt-Motor ist der Stator aus Gusseisen gemacht.
Darf ich die Fotos meinem Bekannten zeigen? Wenn er Bildmaterial hat, kann er vielleicht eine genauere Diagnose stellen und sagen, ob sich da überhaupt was mit Schweißen machen lässt.

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Re: Elektror S2a(380V) Sirene Restauration

Beitrag von E57Daniel11 » Mittwoch 12. August 2015, 23:59

Glockengießer hat geschrieben:
E57Daniel11 hat geschrieben:
Glockengießer hat geschrieben:Ich habe da eine Ansprechperson in der Rückhand, die in dieser Sache vielleicht helfen könnte.
Gerne:)

Ich habe den Rotor noch nicht abgezogen, da ich nicht sicher bin.
Darf ich die Fotos meinem Bekannten zeigen? Wenn er Bildmaterial hat, kann er vielleicht eine genauere Diagnose stellen und sagen, ob sich da überhaupt was mit Schweißen machen lässt.
Ja, Sie dürfen die Fotos bei ihre Bekannten zeigen. :)
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Re: Elektror S2a(380V) Sirene Restauration

Beitrag von Glockengießer » Sonntag 6. September 2015, 11:49

Hallo zurück! Ich habe die Bilder meinem Bekannten gezeigt und er meint, dass sich die Bruchstellen schweißen lassen...
Allerdings ist der Schweißvorgang nicht gerade preisgünstig, da viel Vorbereitung erforderlich ist und alle zu schweißenden Teile vor dem eigentlichen Schweißvorgang aufgewärmt werden müssen.

Er hat für die Schweißung einen Betrag von 570,00 € veranschlagt und das ist schon ein Sonderpreis, welcher nur Material, Energiekosten und Maschinenbenutzung deckt! Kämen dann noch die Kosten für die Arbeitszeit dazu, wäre für eine solche Schweißung ein Betrag von 900,00 € oder mehr erforderlich.

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Re: Elektror S2a(380V) Sirene Restauration

Beitrag von hoffendlichS3 » Sonntag 6. September 2015, 22:15

Also selber mit 2k-kleben oder neue Sirene kaufen...
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Re: Elektror S2a(380V) Sirene Restauration

Beitrag von Technikfreak L » Montag 7. September 2015, 19:13

hoffendlichS3 hat geschrieben:Also selber mit 2k-kleben
Ich denke auch, dass das die beste Lösung ist. Lass dir damit aber noch Zeit. Versuch erst einmal die Sirene soweit zu zerlegen, dass du den Stator als einzelnes Bauteil vor dir hast. Daran kannst du dann mit 2k Kleber (ich habe mit UHU-endfest bei Metallen gute Erfahrung gemacht) weiterarbeiten. Das ganze lässt du dann bei ca.100° im Ofen härten. Der Motor darf natürlich nicht in den Ofen, daher muss vorher der Stator vom Rest getrennt werden.

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