Geeigntete Aufnahmegeräte (wer kennt sich aus ?)

Standorte, Fakten, Bilder von/über sonstige Sirenen wie Handsirenen, Fahrzeugsirenen, usw.
Antworten
Benutzeravatar
Lynx112
Harter Kern
Beiträge: 475
Registriert: Dienstag 31. Januar 2006, 03:31

Geeigntete Aufnahmegeräte (wer kennt sich aus ?)

Beitrag von Lynx112 » Dienstag 21. Februar 2006, 00:49

Hallo an alle !

Da ich ja in meinem Ort eine ESA Sirene stehen hab und im Sommer wieder ein Probealarm kommen wird, wollte ich mich mal frühzeitig informieren:

- Welche (digitale) Aufnahmegeräte sind empfehlenswert ??
- Welchen Abstand soll ich wählen, so das man eine noch dazu hört ??

Bitte hierzu mal reichlich Infos, das ich im meine erste Aufnahme gut hinbekomme

im Voraus !

Klauskinski
Harter Kern
Beiträge: 427
Registriert: Montag 21. Februar 2005, 11:10

Re: Geeigntete Aufnahmegeräte (wer kennt sich aus ?)

Beitrag von Klauskinski » Dienstag 21. Februar 2006, 15:40

Moin!

Am besten ein digitales Aufnahmegerät, das verlustfrei aufzeichnet - das wäre dann ein tragbarer DAT- Rekorder.
Oder ein Laptop mit vernünftigem Mikro (!) und ordentlicher Software
Wenn ein MP3- Spieler mit Mikrofoneingang vorhanden ist, der in ordentlicher Quali aufnimmt, ist er auch okay.


Die Entfernung hängt vom verwendeten Mikro ab. Am besten ist ein unempfindliches Mikro nahe der Sirene - so werden nicht so viele Nebengeräusche aufgezeichnet.

SlideBuster

Re: Geeigntete Aufnahmegeräte (wer kennt sich aus ?)

Beitrag von SlideBuster » Dienstag 21. Februar 2006, 19:06

Moin
In ESA steht doch in der Nähe vom Marktplatz
(die Straße runter richtung Autobahn) eine Sirene auf
einem Dach.
Kannste mir zufällig sagen, was das genau für eine ist ?
Oder noch besser, mach ma nen Bild hier fürs Forum.

Gruß Marco

Benutzeravatar
Marco
Harter Kern
Beiträge: 264
Registriert: Freitag 11. Februar 2005, 17:06

Re: Geeigntete Aufnahmegeräte (wer kennt sich aus ?)

Beitrag von Marco » Dienstag 21. Februar 2006, 20:45

Manche Sirenen entfalten ihren typischen Sound erst in einer gewissen Entfernung. So kann eine Aufnahme, die möglichst nah gemacht wurde, unter Umständen fremd klingen. Hält man dagegen einen größeren Abstand zur Sirene ein, fängt das Mikro noch etwaige Schallrefelxionen von Gebäuden, usw. mit ein, die den Sound möglicherweise 'verbessern' können. Nachteil wären wie schon angesprochen die mit aufgenommenen Nebengeräusche. Wenn Du ganz sicher sein willst, könntest Du zwei Aufnahmegeräte in unterschiedlichen Entfernungen positionieren.
Ganz klar: Der digitalen Technik sollte man den Vorzug geben. Neben einem guten Mikro ist es auch ganz wichtig, dass die Aufnahme nicht übersteuert wird.

Benutzeravatar
Lynx112
Harter Kern
Beiträge: 475
Registriert: Dienstag 31. Januar 2006, 03:31

Re: Geeigntete Aufnahmegeräte (wer kennt sich aus ?)

Beitrag von Lynx112 » Mittwoch 22. Februar 2006, 01:12

also, die ESA steht auf dem rathaus. es gibt 3 sirenen bei uns, die ESA in der ortsmitte, und eine in ca. 200 m entfernung, die andere weiter weg


da die ESA einen völlig anderen klang hat (elektronisch) als die dachte ich, das mikro in nähe der ESA aufzustellen, und zwar so das die auch zu hören ist
standort: bad krozingen - ortsteil biengen

greetz
Dateianhänge
rh_sirene.jpg

Benutzeravatar
michel
Harter Kern
Beiträge: 482
Registriert: Freitag 20. August 2004, 02:18
Wohnort: Adam-Opel-Town
Kontaktdaten:

Re: Geeigntete Aufnahmegeräte (wer kennt sich aus ?)

Beitrag von michel » Mittwoch 22. Februar 2006, 16:29

Guten Tag!
Das "Ding" sieht ja echt kurios aus! Hab ich noch nie gesehen. Wann ist denn mal ein Probealarm angesagt von dem Teil? Eine Aufnahme käm da verdammt gut.
Ich würde mich so ca. 20 m davon entfernt aufhalten!
Da hier im Forum keinerlei Erfahrungen mit der Lautstärke solch einer seltenen Sirene dieser Bauart vorhanden sind, würde ich erst mal locker machen und lieber bisse mehr Abstand halten. Es wäre eine absolute interessante Neuheit diese ESA mal aufzunehmen soundmäßig und selbstverständlich auch Live zu hören!


Wo ist denn der genaue Standort dieser ESA? Vielleicht ist das ja nicht allzu weit entfernt von mir ausgesehen und könnt mir vorstellen mal dem Ort einen Besuch abstatten, wenn Probealarm ist.
Die E57er zum Aufnehmen sind natürlich auch mit von der Partie.
Mfg:Michel
Der selbe MICHEL, die nächste Sirene bitte!!!

>>>>> über 10 Jahre: "Zivilschutz- und Feuerwehrsirenen in Aktion" oder "alte Zivilschutzsirenen zum Leben erweckt".

Fox 1
Sirenenexperte
Beiträge: 1808
Registriert: Freitag 20. April 2007, 15:46
Wohnort: Idar-Oberstein
Kontaktdaten:

Re: Geeigntete Aufnahmegeräte (wer kennt sich aus ?)

Beitrag von Fox 1 » Montag 3. September 2012, 13:25

*Schäm für die Exhumierung des Themas*

Jetzt gibt es bei der C-Apotheke oder andere Anbieter in der Recording-Branche mobile Aufnahmegeräte.
Ich finde das praktisch.

Troubadix
Harter Kern
Beiträge: 410
Registriert: Dienstag 28. Juli 2009, 18:42

Re: Geeigntete Aufnahmegeräte (wer kennt sich aus ?)

Beitrag von Troubadix » Montag 3. September 2012, 18:55

Oh! Da sich in Sachen Aufnahmetechik bzw. Homerecording seit 2006 extrem etwas getan hat, ist eine "Exhumierung" bestimmt sinnvoll.

Das Problem bei Sirenenaufnahmen ist ja, dass man meist keine Gelegenheit zum "Soundcheck" hat. d.h. wenn man eine Aufnahme ohne Pegelautomatik machen will (weil nur so klingt die Aufnahme wirklch dynamisch), agiert man immer etwas auf gut Glück oder im günstigen Fall mit Erfahrung.

Und ich kann auch bestätigen was schon gesagt wurde: Die eindruckvollsten Aufnahmen entstehen wohl, wenn man die Sirenen (am besten mehrere) aus einiger Entfernung aufnimmt, so dass die Umgebungsakustik auch eingefangen werden kann. Das gibt der Aufnahme Authentizität!

Fox 1
Sirenenexperte
Beiträge: 1808
Registriert: Freitag 20. April 2007, 15:46
Wohnort: Idar-Oberstein
Kontaktdaten:

Re: Geeigntete Aufnahmegeräte (wer kennt sich aus ?)

Beitrag von Fox 1 » Mittwoch 5. September 2012, 15:06

Troubadix hat geschrieben:Oh! Da sich in Sachen Aufnahmetechik bzw. Homerecording seit 2006 extrem etwas getan hat, ist eine "Exhumierung" bestimmt sinnvoll.

Das Problem bei Sirenenaufnahmen ist ja, dass man meist keine Gelegenheit zum "Soundcheck" hat. d.h. wenn man eine Aufnahme ohne Pegelautomatik machen will (weil nur so klingt die Aufnahme wirklch dynamisch), agiert man immer etwas auf gut Glück oder im günstigen Fall mit Erfahrung.

Und ich kann auch bestätigen was schon gesagt wurde: Die eindruckvollsten Aufnahmen entstehen wohl, wenn man die Sirenen (am besten mehrere) aus einiger Entfernung aufnimmt, so dass die Umgebungsakustik auch eingefangen werden kann. Das gibt der Aufnahme Authentizität!
Darum ist es auch sinnlos, wenn man mit Handy oder Digitalkamera (Diktierfunktion) aufnimmt, weil diese keine automatische Pegelsenkung hat. Selbst wenn man auch hochwertige Recordingmikros benutzt wie zum Beispiel: AKG C1000s oder die AKG C3000. Aber das wird ganz schön teuer, wenn man noch zusätzlich ein passenden Mobilen Rekorder mit XLR-Anschlüssen wie von Tascam BB800.

Ich überlege mir mal, so ein Gerät zu besorgen. Am besten ein günstiges Gerät. Sobald ich ein Ergebnis habe, wie es klingt, lasse ich es euch wissen.

Benutzeravatar
Fahrradklingel
Sirenenexperte
Beiträge: 875
Registriert: Freitag 20. Februar 2009, 16:49

Re: Geeigntete Aufnahmegeräte (wer kennt sich aus ?)

Beitrag von Fahrradklingel » Mittwoch 5. September 2012, 18:09

Für Nahaufnahmen sind die portablen Recorder nur bedingt geeignet, da deren automatische Pegelung nicht so kräftig dreht wie bei einer simplen Foto- oder Videokamera. D.h. beim Ausheulen wirds sehr leise. Für Fernaufnahmen (sagen wir ab 300 Metern) sind sie aber wegen der hohen Qualität und dem geringeren Rauschen bestens geeignet! Zumal gerade die Zoom-Geräte unheimlich preisgünstig sind für ihre Leistung.

Wer interessiert ist, möge sich einmal das hier anschauen:
http://www.youtube.com/watch?v=0ASsburoDGM
Ab 0:30 blende ich langsam den Ton von einem Zoom H2 auf den Kameraton über. Die Kamera hat vorher übersteuert, auf der Tonspur des H2 hörte man später nichts. (Klar hätte mans beim H2 lauter machen können, aber das würde stark rauschen, da man bei dem Gerät die Leistung des Vorverstärkers regelt). Wenn man genau hinhört, merkt man, dass der Kameraton etwas "schwammiger" ist.

Troubadix
Harter Kern
Beiträge: 410
Registriert: Dienstag 28. Juli 2009, 18:42

Re: Geeigntete Aufnahmegeräte (wer kennt sich aus ?)

Beitrag von Troubadix » Mittwoch 5. September 2012, 21:11

Eine Pegelautomatik halte ich hier für Kontraproduktiv, weil sie die Dymanik kaputt macht.

Hier mal meine Aufnahme von einer E57 aus etwa 50 Meter Entfernung OHNE jedwede Pegelautomatik und auch OHNE jedwede spätere Bearbeitung:

http://photosammlung.magix.net/album/al ... -83311857/

Man hört die Sirene sogar "atmen" und am Schluss der Aufnahme auch Sirenen, die sehr weit weg stehen. Selbstredent hört man auch den Auslauf sehr gut.

Ist also ein Märchen, dass man hier eine Pegelautomatik brauchen würde.

Aufnahmeequipment war hier noch mein M-Audio Microtrak 9624 mit zwei externen Rode NT5-Kondensatormikros. Mittlerweile nutze ich (mit den selben Mikros) den Tascam DR100.

Benutzeravatar
Fahrradklingel
Sirenenexperte
Beiträge: 875
Registriert: Freitag 20. Februar 2009, 16:49

Re: Geeigntete Aufnahmegeräte (wer kennt sich aus ?)

Beitrag von Fahrradklingel » Mittwoch 5. September 2012, 23:31

Na na, das kommt aber auf die Art der Automatik an. Bei einer schnellen ist das in der Tat so, da stimme ich dir zu, aber es gibt auch langsame (z.B. die meiner Videokamera). Logisch hört man den Auslauf und die anderen Sirenen auf deiner Aufnahme - aber dazu muss man selbst mit Kopfhörern die Lautstärke aufdrehen, weil die Dynamik einfach so groß ist.

Deshalb habe ich bei meiner Aufnahme später zum Kameraton überblendet, damit man eben nicht am Lautsärkeregler drehen muss. Die laute Phase dagegen ist ebenfalls unbearbeitet und ohne Dynamikmatsch.

Man muss sich immer entscheiden: Was will man haben?
Mit dem Ohr hört man jedenfalls anders als ein streng gleich gepegeltes Mikro.

Troubadix
Harter Kern
Beiträge: 410
Registriert: Dienstag 28. Juli 2009, 18:42

Re: Geeigntete Aufnahmegeräte (wer kennt sich aus ?)

Beitrag von Troubadix » Donnerstag 6. September 2012, 11:19

Die leisen Stellen sind nach meinem Empfinden allerdings durchaus authentisch. Ich war ja selbst bei der Aufnahme dabei. Will man sich die Aufnahme in möglichst realistischer Lautstärke anhören, dann sind die lauten Passagen bei Verwendung von Aussenlautsprechern mit ner dicken Anlage (!) nicht nachbarschaftsfreundlich, und mit Kopfhörer nicht ohrenfreundlich - weil das war bei der Aufnahmesituation damals ja auch so. Hört man sich das Ding dagegen in Zimmerlautstärke an, dann muss man den Lautstärkeregler ziemlich runter drehen - weit unter "Originallautstärke", und natürlich muss man in diesem Fall lange Orhen machen für Geräusche, die ja im Original schon recht leise waren.

Nachteil einer sonchen Aufnahme ist natürlich, dass man zur Wiedergabe eine Anlage braucht, die auch ein wenig Dynamik ab kann. Mit PC-Lautsprechern ist das ggf. schwierig. Insofern kann ich mir denken, dass eine Aufnahme mit automatischer Pegelung "gefälliger" rüber kommen kann. Man muss nicht 90 bis 100dB im Hauptteil aushalten, um vorher die Vögelchen singen zu hören.

Ich hoffe, man versteht meine krausen und umständlichen Gedanken. *grins*


Grüsse:
Thomas

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast