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Bayern möchte wieder Sirenen installieren

Verfasst: Donnerstag 4. August 2016, 00:19
von Sirenen-Steff
Servus!

Hier in Bayern macht sich die Regierung langsam Gedanken darüber, die Sirenenwarnung wieder einzuführen.

Nachdem unser bayerischer Innenminister Joachim Hermann bereits im Juni nach den vielen Hochwassern den Gedanken in den Raum warf (http://www.br.de/nachrichten/hochwasser ... er100.html), sagt nun auch die bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf (http://www.focus.de/regional/muenchen/k ... 85080.html), dass Sirenen zusammen mit Apps wie Katwarn eine optimale Möglichkeit ist, die Bevölkerung mit Weckeffekt zu warnen.

Es sieht gut aus, dass hier Stück für Stück was geschieht.

Viele Grüße
Steff

Re: Bayern möchte wieder Sirenen installieren

Verfasst: Donnerstag 4. August 2016, 09:39
von SiFan
Endlich wachen sie auf! Wenn nur die anderen Bundesländer wie BW (da, wo ich bin, ist fast nix mehr mit Warnung der Bevölkerung möglich!) mitziehen, dann wäre das super! Allerdings werden mehr Eistüten aufgestellt, da einige Dörfer sie schon demontiert haben werden. Naja, Hauptsache, Sirenen kommen wieder. Warum hat man von 20 Jahren den Fehler gemacht, das Sirenennetz aufzulösen.... -.-

Re: Bayern möchte wieder Sirenen installieren

Verfasst: Donnerstag 4. August 2016, 11:01
von Sirenen-Steff
Es kann schon gut sein, dass da "ein Stein ins Rollen gebracht wird", wenn nach nun bereits vielen Großstädten in NRW auch Bayern wieder Sirenen aufbaut. Und da die Regierung jetzt ihr Zivilschutzkonzept überarbeitet, kann es durchaus sein, dass wieder flächendeckend Sirenen installiert werden. Hier nachzulesen. Könnte mir sogar gut vorstellen, dass man da wieder auf Sirenen setzt. Diese hören alle Bürger bei regelmäßigen Probealarmen und diese könnten damit das stark zerbröckelte Vertrauen in die Regierung wieder erhöhen. Denn ob THW, ABC-Züge, Krankenhäuser etc. aufgestockt werden, kann die Bevölkerung nicht so leicht nachvollziehen.

Damals war man blauäugig und wollte, wie so oft, "unnötige" Kosten sparen, da man sie ja nicht mehr brauchte, weil alles heile Welt war. Tja, dass sich das auch schnell wieder ändern kann, wusste man damals in Berlin wohl nicht. Aber gut, dass man sich wieder Gedanken darüber macht, bevor es wirklich zu spät ist. Jetzt darf keine Zeit verloren werden.

Re: Bayern möchte wieder Sirenen installieren

Verfasst: Montag 23. Oktober 2017, 03:11
von Tobi_Uhg
Hallo zusammen,

es könnte wirklich sein, dass da ein Stein ins Rollen gebracht wurde. Wenn er das nicht vorher schon war.

Auf jeden Fall hab ich vor kurzem ein interessantes Dokument im Internet gefunden, dass meiner Meinung nach die meisten Fragen zur Zukunft der Sirenen in Bayern beantwortet. Aber lest am Besten selbst:

https://kleineanfragen.de/bayern/17/149 ... voelkerung

(falls der Text zu klein sein sollte, einfach das pdf-Dokument auf der rechten Seite anklicken; das ist vielleicht etwas besser lesbar).

Ich habe den Link hauptsächlich deshalb hier reingestellt, weil ich mich nicht daran erinnern kann, jemals zuvor schwarz auf weiss gelesen zu haben, dass man beabsichtigt, auch die Feuerwehrsirenen in Bayern mit dem Heulton auszustatten. Ich hatte es bisher nur vermutet. Leider ist diese kleine Anfrage auch die einzige passende Quelle, die ich dazu gefunden habe. Aber egal, wenigstens haben wir es jetzt endlich mal schriftlich. Mir persönlich gefallen diese Pläne jedenfalls ganz gut. Ich hoffe, nicht nur mir.

Grüße,

Tobias

Re: Bayern möchte wieder Sirenen installieren

Verfasst: Montag 23. Oktober 2017, 17:47
von Siren lover
Kurz und knapp...DANKE!

Re: Bayern möchte wieder Sirenen installieren

Verfasst: Mittwoch 25. Oktober 2017, 20:51
von KL7000F
Daneben streben wir an, die Einführung der Feuerwehr-alarmierung per Digitalfunk dazu zu nutzen, die vielerorts vorhandenen Sirenen zur Feuerwehralarmierung auch dazu zu ertüchtigen, dass diese den Ton zur Warnung der Bevölke-rung wiedergeben können (Heulton von einer Minute Dauer).
Damit wird wohl relativ "schnell" sehr viel reaktiviert. Mit Umstellung der Alarmierung von Analog auf Tetra in Bayern wird jede verfügbare Sirene bereit für die Warnung sein. Betrifft zumindest in meinem privaten Umkreis jedes Dorf (teils auch die Städte) mit Feuerwehr.

Re: Bayern möchte wieder Sirenen installieren

Verfasst: Montag 27. November 2017, 18:52
von Totusignotus
In der Antwort steht geschrieben:
Die Umrüstung der Feuerwehrsirenen auf Digitalfunk BOS...
Womit im Zweifel Tetra gemeint ist. Sirenen über Tetra auslösen, da kommt Freude auf...
Aber schön, dass da überhaupt was passiert.

Re: Bayern möchte wieder Sirenen installieren

Verfasst: Freitag 1. Dezember 2017, 08:03
von Landfranke
Totusignotus hat geschrieben:
Montag 27. November 2017, 18:52
Sirenen über Tetra auslösen, da kommt Freude auf...
Halte ich für eine dumme Fehlentwicklung. Was bringt es, wenn man neue elektronische Sirenen ausrollt, die über Akkupuffer und Solar-Ladegerät verfügen, aber die meisten Funkzellen des Auslöseweges keine USV haben, bzw. die wenigen vorhandenen USV maximal eine halbe Stunde überbrücken können? Gerade dann, wenn man die Dinger am nötigsten braucht (z. B. Naturkatastrophe mit schweren Infrastrukturstörungen), muß jemand per Rauchsignal, oder Buschtrommel zum Schaltkasten beordert werden, um die Tröten per Handauslösung anzuwerfen.

Da ist - meiner Ansicht nach - der Wechsel vom Steinzeitfunk zum Mobilfunk ein Holzweg.

Es grüßt
Der Landfranke

Re: Bayern möchte wieder Sirenen installieren

Verfasst: Freitag 1. Dezember 2017, 10:33
von Totusignotus
Genau im Auslöseweg liegt das Kernproblem.
Fünfton ist unsicher, bedingt dadurch, dass die zum "hacken" notwendige Technik als Komplettpaket in bekannten Auktionshäusern erworben werden kann.
Pocsag wird schon schwieriger, aber leider wird allzu oft weder Verschlüsselung, noch rolling code eingesetzt.
Tetra ist über die Luftschnittstelle gesichert (TEA2) und die Payload noch mal dynamisch asymmetrisch Ende-zu-Ende-verschlüsselt (E2EE), also manipulationssicher. Aber was nützt das, wenn bei den Funkzellen mangels Notstrom das Licht ausgeht?
Was mich an Tetra stört ist, dass alles auf eine Karte gesetzt wird, Rückfallebenen werden abgebaut. Wobei ich mich frage, wie teuer kann es denn sein, pro Leitstelle/Rettungswache/Polizeistation/Feuerwehr noch ein FuG 7/8/9/10 zu behalten und einzulagern, das notfalls mit einer Autobatterie und einem Stück Draht als Antenne und ohne jede Relaisinfrastruktur funktioniert. Man muss dafür weder die Umsetzerstandorte, noch die Frequenzen behalten. Man könnte einfach den Käufern der frei werdenden Frequenzen in den Vetrag schreiben, dass im Katastrophenfall die Nutzung durch BOS zu dulden ist.
Obwohl, wenn ich darüber nachdenke, ist der Grund einfach. Eine solche Anordnung würde das Eingeständnis bedeuten, dass Tetra Schwächen hat, wo doch die Politik einwandfrei festgestellt hat, dass Tetra perfekt ist.
Aber was rege ich mich darüber auf... Ich erfreue mich einfach daran, dass man in meiner Heimat nicht mit Tetra alarmiert.

Re: Bayern möchte wieder Sirenen installieren

Verfasst: Freitag 1. Dezember 2017, 11:16
von KL7000F
Totusignotus hat geschrieben:
Freitag 1. Dezember 2017, 10:33
Was mich an Tetra stört ist, dass alles auf eine Karte gesetzt wird, Rückfallebenen werden abgebaut.
Die analoge Alarmierung wurde irgendwann Mitte der 70er einheitlich geregelt und über zig Jahrzehnte verbessert, ausgebaut und an Erfahrung gesammelt. Meint ihr dass, gerade in der Anfangsphase, alles paletti war? Rückfallebene? Hm, was tut sich wenn der Sternkopf (oder auch nur die Verbindung (VPN/Richtfunk) zwischen ILS und Sternkopf) defekt ist? Nix! Da brummt keine Sirene (auch die mit Notstrom nicht...) und die FME bleiben still.
Totusignotus hat geschrieben:
Freitag 1. Dezember 2017, 10:33
Wobei ich mich frage, wie teuer kann es denn sein, pro Leitstelle/Rettungswache/Polizeistation/Feuerwehr noch ein FuG 7/8/9/10 zu behalten und einzulagern, ...
Hatten wir bei uns im Kreis zu damaliger Zeit auch. Nur hieß es da Feldkabel und wäre theoretisch jetzt noch verfügbar. Nur was bringt es? Damit kann ich erstmal keine Alarmierung praktizieren.
Die reine Vorhaltung und Einlagerung von vorhandenem Gerät ist möglich, die Erhaltung, Wartung und der dazugehörige regelmäßige Funktionstest würde den Kostenrahmen absolut sprengen. Zumal von Jahr zu Jahr die Ersatzteile weiter schwinden. Zum anderen müsste man entweder Hybridgeräte (Tetra/Analog) verbauen oder auch vorhalten und bei jeden Stromausfall entsprechend umschalten oder verteilen. Sinnig ist das nicht.

Totusignotus hat geschrieben:
Freitag 1. Dezember 2017, 10:33
Aber was nützt das, wenn bei den Funkzellen mangels Notstrom das Licht ausgeht?
Zitat:
Während die alten Relaisstationen im analogen
BOS-Funk noch über eine USV von vier bis acht Stunden
verfügten, sind die Basisstationen bei TETRA nur noch
auf eine batterieversorgte Überbrückung von zwei Stunden
ausgelegt (Hiete et al. 2010, F30).
Quelle: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/056/1705672.pdf (Seite 43)

Es gibt zig Einheiten, die für die Notstromversorgung entsprechend ausgestattet sind. Wer sagt dir, dass nicht auf einer bestimmten Ebene bereits Notfallpläne existieren?

Re: Bayern möchte wieder Sirenen installieren

Verfasst: Freitag 1. Dezember 2017, 17:41
von Totusignotus
KL7000F hat geschrieben:
Freitag 1. Dezember 2017, 11:16
Die analoge Alarmierung wurde irgendwann Mitte der 70er einheitlich geregelt und über zig Jahrzehnte verbessert, ausgebaut und an Erfahrung gesammelt. Meint ihr dass, gerade in der Anfangsphase, alles paletti war? Rückfallebene?
Gaaanz früher, so erzählte man mir, war es in meinem Dorf so, dass in der Poststelle angerufen wurde (sonst hatten nur der Bahnhof, das Rathaus und ein Baumschulbetrieb mit über 100 Mitarbeitern ein Telefon), von da rannte dann einer zum Feuerwehrhaus und löste manuell aus. Zuerst mit einem Postrelais und dann analogen FWE war da schon viel gewonnen, aber die Möglichkeit zum manuellen Auslösen über Druckknopfmelder am Gebäude blieb ebenso wie die Laufbereitschaft bei der Poststelle bis in die 80er Jahre bestehen.
KL7000F hat geschrieben:
Freitag 1. Dezember 2017, 11:16
Hm, was tut sich wenn der Sternkopf (oder auch nur die Verbindung (VPN/Richtfunk) zwischen ILS und Sternkopf) defekt ist? Nix! Da brummt keine Sirene (auch die mit Notstrom nicht...) und die FME bleiben still.
Bei Analog und Pocsag kann sich jemand, der die richtigen Nummern hat, mit einem Koffersender auf einen Berg stellen und über Oberband senden. Der Trick geht bei Tetra nicht.
KL7000F hat geschrieben:
Freitag 1. Dezember 2017, 11:16
Die reine Vorhaltung und Einlagerung von vorhandenem Gerät ist möglich, die Erhaltung, Wartung und der dazugehörige regelmäßige Funktionstest würde den Kostenrahmen absolut sprengen. Zumal von Jahr zu Jahr die Ersatzteile weiter schwinden. Zum anderen müsste man entweder Hybridgeräte (Tetra/Analog) verbauen oder auch vorhalten und bei jeden Stromausfall entsprechend umschalten oder verteilen. Sinnig ist das nicht.
Ersatzteile dürften in der Tat ein Problem werden, allerdings die Einlagerung eines FuG wiederum nicht. Man muss nichts "prähistorisches" einlagern, wo teilweise auch die jüngste Generation 4M-FuG in den Schrott geht. Um Alarmieren und Hybridgeräte geht es mir gar nicht, einfach nur dass die Feststationen irgendwie miteinander reden können.
KL7000F hat geschrieben:
Freitag 1. Dezember 2017, 11:16
Wer sagt dir, dass nicht auf einer bestimmten Ebene bereits Notfallpläne existieren?
Die gibt es garantiert, sind aber so sicherheitskritisch, dass man einem besorgten Zivilisten wie mir davon nichts erzählen darf. Ich habe schon einen Experten danach gefragt und die Standartantwort "Es wird zu keinem Zeitpunkt irgendeine Gefahr für die Bevölkerung bestehen bla bla bla" erhalten. Ich glaube das Problem liegt darin, dass irgendwelche Vollidioten sofort Verschwörungstheorien entwickeln. Man denke an den Aufschrei in den sozialen Medien, als das Bundesamt für Bevölkerungsschutz an die Presse gegeben hat, man solle zumindest Trinkasser und Lebensmittel für 10 Tage zuhause lagern. Steht der dritte Weltkrieg bevor? West-NRW verteilt Iodtabletten, die nukleare Katastrophe ist nur noch Sekunden entfernt! In meinem Heimatlandkreis hat es schon eine waschechte Warnung der Bevölkerung mit Sirenen gegeben, im Radio wurden vorbildich die Verhaltensregeln durchgesagt, aber auf einmal war die Durchsage weg und es lief wieder Normalprogramm. Keine Entwarnung, nichts. Irgendwann war dann im Fernsehen, dass es zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung gegeben hat, und die Sache absolut harmlos war. Zwei gute Freunde von der Feuerwehr haben mir gesagt, dass bei dem Einsatz praktisch nichts harmlos oder alltäglich war und von allen verfügbaren Messfahrzeugen so lange gemessen wurde, bis die Werte nachrichtentauglich waren. Wie verhindert man eine Massenpanik? Sagen alles wäre gut, hoffen, dass auch alles gut geht und hinterher sagen, es habe zu keinem Zeitpunkt...

https://www.youtube.com/watch?v=9n977DCuNF0

Bitte um Entschuldigung dafür, diesen Off-Topic-Roman geschrieben zu haben, aber ich konnte nicht anders.

Re: Bayern möchte wieder Sirenen installieren

Verfasst: Freitag 1. Dezember 2017, 18:07
von Landfranke
KL7000F hat geschrieben:
Freitag 1. Dezember 2017, 11:16
Es gibt zig Einheiten, die für die Notstromversorgung entsprechend ausgestattet sind. Wer sagt dir, dass nicht auf einer bestimmten Ebene bereits Notfallpläne existieren?
Nach meinen Informationen bezieht sich die zweistündige USV-Versorgung auf die Auslastung im Regelbetrieb. Wenn im Katastrophenfall "die Antennen glühen", dann sind da deutliche Abstriche zu machen. Bei anhaltenden schweren Unwetterlagen wären IMHO sogar die zwei Stunden viel zu wenig. Innerhalb dieser Zeit kann kein Bautrupp der Welt die Versorgung wieder an den Start bringen, wenn es z.B. aufgrund stark beschädigter Hochspannungstrassen (wegen Eislast bei exzessivem Eisregen/Blizzard, oder infolge Sturmschäden) zu großflächigen Ausfällen kommt. Dieses Konzept mit den verteilten Feststationen ist in solchen Fällen einem echten Rundfunksystem immer unterlegen.

Re: Bayern möchte wieder Sirenen installieren

Verfasst: Sonntag 31. Dezember 2017, 21:54
von KL7000F
Noch als Nachtrag zu der Notstromversorgung:
Netzhärtung
Vor allem in Krisen- und Katastrophenlagen ist es unabdingbar, dass die Kommunikationsmöglichkeit für die Einsatzkräfte der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) gewährleistet bleibt.

Eine grundsätzliche Forderung an den Digitalfunk BOS besteht deshalb darin, die Funktionsfähigkeit der Standorte auch bei einem Ausfall der elektrischen Energieversorgung zu sichern.

Für die Systemtechnik der Basisstationen wird die Notstromversorgung über eine batteriegestützte unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) realisiert. Grundsätzlich gewährleisten die Batterien beim Ausfall des Versorgungsnetzes einen Betrieb von mindestens zwei Stunden für die Systemtechnik. Geht die Dauer eines Stromausfalles über die gewährleistete Überbrückungszeit der USV hinaus, kann bei Bedarf eine Netzersatzanlage (NEA) zur Stromversorgung in Betrieb genommen werden. Zum Einsatz kommen dabei Brennstoffzellentechnologien oder Dieselgeneratoren. Jedes Land legt für seinen Verantwortungsbereich fest, auf welche Art die Versorgung der Basisstationen über die USV-Anlage hinaus sichergestellt wird und realisiert die Lösung im Rahmen ihrer Verantwortlichkeit.

Basisstation mit Brennstoffzellen als Notstromversorgung
Die Vermittlungsstellen im BOS-Digitalfunknetz besitzen redundante USV-Anlagen. Sie übernehmen bei einem Stromausfall die Last bis zum Anlaufen der ebenfalls redundant verfügbaren Netzersatzanlage. Die Netzersatzanlagen stellen mit dem vor Ort bevorrateten Treibstoff eine Notstromversorgung für die Dauer von mindestens 72 Stunden sicher.

Bund, Länder und BDBOS haben die sogenannte Netzhärtung beschlossen. Ziel der Netzhärtung ist es, die Notstromversorgung nach den Empfehlungen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) für das BOS-Digitalfunknetz weiter auszubauen. Dabei soll die Funkversorgung für Fahrzeugfunkgeräte (GAN 0) auch im Falle eines langandauernden Stromausfalls weiterhin für mindestens 72 Stunden gewährleistet bleiben. In weiten Flächen wird darüber hinaus die Funkversorgung zur Kommunikation per Handfunkgerät möglich sein.

Zum Teil werden für den Digitalfunk BOS noch Übertragungsstrecken bei kommerziellen Netzbetreibern angemietet. Mit den Providern müssen Vereinbarungen über die entsprechenden Mindestanforderungen an die Notstromversorgung getroffen werden. Außerdem sollen betreffende Leitungen im Zugangsnetz sukzessive durch eigene Infrastrukturen ersetzt werden. Dafür kommen Glasfasernetze oder Richtfunkanlagen als Lösung in Betracht. Die Finanzierung der Netzhärtungsmaßnahmen erfolgt durch Bund und Länder. Die Gesamtkoordination liegt in der Verantwortung der BDBOS.
Quelle: http://www.bdbos.bund.de/DE/Fachthemen/ ... 8.2_cid371

Re: Bayern möchte wieder Sirenen installieren

Verfasst: Montag 1. Januar 2018, 13:49
von hoffendlichS3
Da denkt wohl endlich mal wer etwas weiter.... :-)

Re: Bayern möchte wieder Sirenen installieren

Verfasst: Mittwoch 3. Januar 2018, 22:25
von FunkerVogth
offensichtlich überdenkt man auch die digitale Alarmierung über Tetra nochmals......könnte im Enddefekt doch noch Pocsag werden. Ich hab das Liebäugeln mit Tetra nie richtig verstanden.