Freenet-Funk

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Glockengießer
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Freenet-Funk

Beitrag von Glockengießer » Mittwoch 30. Dezember 2015, 21:16

Hallo Forengemeinde. Seit längerem habe ich ein ausrangiertes Handfunkgerät aus Feuerwehrbestand.
Bislang hab ich es nur zum Testen von UKW-Tunern in Fernwirkempfängern verwendet, doch seit einigen
Monaten nutze ich es auch erfolgreich für den Freenet-Funk. Die Sendeleistung habe ich mit einer modifizierten
Antenne von 1W auf 0,5W gedrosselt.
Über die Freenet-Gateways konnte ich eine Verbindung bis nach Potsdam und einmal sogar bis nach Neuruppin herstellen!

Hat jemand von Euch auch schon mal den Freenet-Funk verwendet oder Erfahrungen damit gemacht?
Dateianhänge
Funkgerät_2m_4m_Freenet_PNG.PNG
Mein aktuelles Freenet-Funkgerät. Ein WOUXUN KG-UVD1P für 2m/4m-Band mit modifizierter Antenne zur Drosselung der Sendeleistung.

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hoffendlichS3
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Re: Freenet-Funk

Beitrag von hoffendlichS3 » Donnerstag 31. Dezember 2015, 02:03

Ist bei mir in Planung, dazu suche ich noch zwei oder mehr Motorola GP360.
Leider sind die immer so teuer...
Die will ich aber weil die zu meiner Feuerwehrausrüstung passen und da Betriebsfunken sind bekomme ich dafür auch Adapter für meine Sprechgarnitur. :-)
"Die Sirene ist und bleibt das effektivste Mittel um Aufmerksamkeit der Massen zu erregen"

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Totusignotus
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Re: Freenet-Funk

Beitrag von Totusignotus » Freitag 1. Januar 2016, 01:44

Glockengießer hat geschrieben:Über die Freenet-Gateways konnte ich eine Verbindung bis nach Potsdam und einmal sogar bis nach Neuruppin herstellen!
Das ist in der Tat eine geniale Sache, man kennt das Konzept im Amateurfunk unter dem Namen EchoLink.
hoffendlichS3 hat geschrieben:Ist bei mir in Planung, dazu suche ich noch zwei oder mehr Motorola GP360.
Ich möchte hier zwei Dinge zu bedenken geben:
1. Motorola baut gute Geräte, aber bevor Du zuschlägst solltest Du an die Beschaffung der Programmiersoftware und des Programmierkabels denken.
2. Du willst ein Funkgerät erwerben und einsetzen, das nicht für FreeNet freigegeben ist. Normalerweise merkt das keiner. Wenn aber der schlimmste denkbare Fall eintritt, also z.B. durch Defekt oder falsche Programmierung das Gerät aus der Frequenz läuft und Du benachbarte Funkdienste störst UND dabei erwischt wirst könntest Du mit einem Freenet-Gerät sagen: "Mein Name ist Hase, ich weiß von nix." Mit einem "GP360" alias "FuG11b" kannst Du in eine ernsthafte Erklärungsnot geraten.

Zurück zur Frage:
Ich habe mich vor Jahren mal an Freenet versucht, leider ist in meiner Heimat nicht viel los. Zwei ältere Herren, die sich ab und zu über die Inhalte der Zeitschrift "Wild und Hund" austauschten und dabei nicht gestört werden wollten, das war's. Nur wenn mal Tropo-Bedingungen sind passiert etwas mehr, aber dann bin ich ca. 4MHz tiefer (LEGAL!) auf Sendung.

In diesem Sinne Vy73 und Frohes Neues Jahr!
Die Sirenensammlung in bewegten Bildern.
"Wer bewirkt, daß dort, wo bisher keine Sirene stand, nunmehr eine Sirene steht, der hat mehr für ein Volk geleistet als ein Feldherr, der eine Schlacht gewann." - Friedrich der Große

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hoffendlichS3
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Re: Freenet-Funk

Beitrag von hoffendlichS3 » Freitag 1. Januar 2016, 02:23

Zu dir Totus, ich hab einen der mir die kanäle für Freenet günstig programmiert.

Für den Frequenzbereich des Freenets ist es zugelassen. Sollten also in dem Bereich auch Bandgenau liegen und keine Störungen verursachen.
Hat nur eine Sendeleistung von 1W, bei Freenet darf man nur 0,5W haben. Wo kein Kläger da kein Richter :-)

Im Prinzip soll es dann ja auch nur genutzt werden wenn ich mal wieder nen Schaumeinsatz oä. Mache um vernünftig
mit dem Maschinisten kommunizieren zu können :-)
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Re: Freenet-Funk

Beitrag von Glockengießer » Freitag 1. Januar 2016, 18:17

Totusignotus hat geschrieben:Ich habe mich vor Jahren mal an Freenet versucht, leider ist in meiner Heimat nicht viel los. Zwei ältere Herren, die sich ab und zu über die Inhalte der Zeitschrift "Wild und Hund" austauschten und dabei nicht gestört werden wollten, das war's. Nur wenn mal Tropo-Bedingungen sind passiert etwas mehr, aber dann bin ich ca. 4MHz tiefer (LEGAL!) auf Sendung.
Auf dem Freenet-Kanal Nr. 3 (149,0500 MHz) findet meiner Erfahrung nach der meiste Sprechverkehr statt.
Auch ich bin dort unter dem Rufnamen "Glockengießer" vertreten.

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Re: Freenet-Funk

Beitrag von Glockengießer » Samstag 16. Januar 2016, 22:59

Ich hab jetzt ein weiteres Handfunkgerät dazu bekommen. Es handelt sich um ein ICOM IC-E90, welches ich gestern im Sperrmüll einer Hausratsauflösung gefunden habe. Dieses Funkgerät ist ein wahres Superteil, welches einen durchgehenden Empfangsbereich von 0,495 bis 999,990 MHz auf WFM, FM und AM ermöglicht. Senden kann es aber nur auf FM und in den Bereichen von 6m, 4m, 2m und 70cm. Der CB-Bereich auf 27 MHz ist deaktiviert, kann aber mit einer Programmiersoftware zugeschaltet werden. Die Sprachübertragung und die Modulation sind besser, als beim Wouxun-Gerät. Außerdem kann man die Farbe der Tastaturbeleuchtung zwischen Rot, Orange und Grün auswählen.
Dateianhänge
Funkgerät_ICOM_IC_E90_PNG.PNG
Mein Inzwischen zweites Funkgerät für den Freenet-Funk. Die Antenne ist nicht die Originale, sondern ebenfalls eine modifizierte zur Drosselung der Sendeleistung. Mit der Originalantenne könnte man mit maximal 5Watt senden

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Re: Freenet-Funk

Beitrag von Troubadix » Sonntag 17. Januar 2016, 13:37

Leider sind, selbst bei mir in der Köln-Bonner Gegend, sowie wenige hundert Meter von der A3 entfernt wohnhaft, alle analogen "Jedermann-Funkdienste" praktisch tot. Betrifft CB, Freenet wie auch PMR446. Finde ich sehr schade! Was man schon mal machen kann ist auf eine grössere freistehende Anhöhe zu gehen und von dort mit einer Handfunke probieren.

Aber selbst da hat man das Problem, dass man ggf. viele Teilnehmer hören kann, aber selber nicht gehört wird. Das liegt nicht an Reichweitenproblemen, sondern daran, dass viele Teilnehmer, ggf. sogar unwissend, über Pilotton oder sonstige Selektivverfahren miteinander Funken. Das sieht dann so aus, dass mit zwei konfektionierten Geräten gefunkt wird, die sich nur untereinander hören - um "Störungen" durch fremde Teilnehmer zu unterdrücken. Diese Geräte sind für fremde Funker quasi "taub". Macht keinen Spass. Die Nutzer sind aber auch fast immer gar nicht drauf aus, mit fremden Funkern eine Verbindung aufzubauen. Eher hört man auf diesen Wellen kleine kinder, Vereine, Parkplatzeinweiser, oder anderen gewerblichen Funkverkehr von Betrieben, die sich die Lizens für einen echten Betriebsfunk sparen wollen.

Und auf CB kann ich hier mit eingeschalteter Scanfunktion quer durchs Rheinland fahren, ohne ein einziges Gespräch mitzubekommen.

Für Handfunk ist technisch übrigens PMR446 die beste Wahl! Das 70cm-Band erlaubt nämlich kompromisslose 1/4-Lambda-Antennen, die mit etwa 17cm Länge (1/4 von 70cm eben) an einer Handfunke als Gummiantenne realisierbar ist. Bei Freenet (2m-Band) müsste die Antenne eigentlich schon 50cm lang sein. Ist sie auch, wobei aber ein 50cm langer Draht auf die Gummiantenne aufgewickelt wird, was natürlich kompromissbehaftet ist. Auch reichen die kurzwelligeren 70cm-Wellen in ungünstigem Terrain weiter, als 2m. Etwa wenn man aus Fahrzeugen sendet oder in Gebäuden oder um Ecken herum. Den Unterschied erfahre ich täglich bei der Eisenbahn im Rangierdienst, wo ich mit 70cm und 2m arbeiten muss (beides mit den dort zulässigen Sendeleistungen von 2,5 Watt). Der Unterschied ist schon frappierend!

Viele halten dennoch 2m für das bessere Band. Das war es auch mal, so wie mir ein befreudeter Funktechniker mal sagte. Das lag allerdings daran, dass in den 70er/80er Jahren die Halbleiter mit den höheren Frequenzen des 70cm-Bandes noch nicht so gut klar kamen. Dies ist aber heute kein Thema mehr!

Wiesel
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Re: Freenet-Funk

Beitrag von Wiesel » Sonntag 17. Januar 2016, 14:27

Bei uns ist Analog zum Glück noch alles offen.

Thüringen funkt was Feuerwehr und Rettungsdienst angeht noch komplett analog und wird dies die nächste 2-3 Jahre auch nicht ändern, nur einige Feuerwehren entlang der neuen ICE-Trasse sowie einige Spezialeinheiten wie Rettungshundestaffeln haben mittlerweile aufgerüstet auf TETRA.

Digital-Alarm wird es vor 2022 nicht geben.

Im zivilen Bereich sieht es so aus, das auf CB-Funk keine einzige deutsche Stimme mehr zu hören ist. Man hört nur noch polnisch und russisch von Fernfahrern die ihre Geräte mit Endstufen betreiben und somit alles weg drücken.

Ich bin in einer privaten Orga tätig, die hier in Deutschland Streckensicherung im Motorsport betreibt. Bis vor ein paar Jahren lief der Streckenfunk bei uns auch über CB. Da es aber immer mehr zu störungen kam und auch der Empfang nie der beste war sind wir umgestiegen und betreiben mittlerweile den Streckenfunk auf Betriebsfunkfrequenzen im 2m Band. Ist natürlich kostenintensiv da unsere 6 Frequenzen bezahlt werden wollen. Aber seit dem haben wir keine Probleme mehr mit anderen Funkteilnehmern und auch bessere Reichweiten was uns am wichtigstens war.

Aber wenn man mal bedenkt was bei uns nach der Wende auf CB Funk los war und nachdem PMR Populär wurde auch da gefunkt wurde ist es mittlerweile totenstill. jetzt wo jeder nen Smartphone in der Tasche hat ist das funken in vergessenheit geraten.

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