HLS in Hannover

Standorte, Fakten, Bilder von/über Pintsch Bamag, Hörmann, Rickmers Werft etc. sowie unbekannte Sirenen
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Abi2612
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HLS in Hannover

Beitrag von Abi2612 » Mittwoch 23. Februar 2005, 14:39

Hallo, HLS-Freunde!

Dank einer Zuschrift eines Interessierten haben wir noch eine Reihe weiterer ehemaliger HLS-Standorte in Hannover ausfindig machen können, die Ihr nun in der Datenbank findet:

http://www.hochleistungssirene.de/index ... ndortliste

Noch sind nicht viele Detailinformationen vorhanden, es wird aber wohl noch das eine oder andere in nächster Zeit hinzukommen.

Gruß,

Abi

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Re: Weitere HLS aus Hannover in der Datenbank

Beitrag von Marcel » Mittwoch 23. Februar 2005, 15:02

Hey Abi,

hast du mal fest gestellt, wo aus Hannover nun die HLS kam, dessen Foto ich dir mal aus dem KatS-Büchlein geschickt hab?

Abi2612
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Re: Weitere HLS aus Hannover in der Datenbank

Beitrag von Abi2612 » Mittwoch 23. Februar 2005, 15:21

Hey Abi,

hast du mal fest gestellt, wo aus Hannover nun die HLS kam, dessen Foto ich dir mal aus dem KatS-Büchlein geschickt hab?
Schon dabei, wird aber schwierig unserem Informanten zufolge. Das Hochhaus in Buchholz muß genauso gewesen sein, aber dort ist kein Gleisvorfeld in der Nähe. Ich selbst habe schon gedacht, es könnte auch Seelze gewesen sein.

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Re: Weitere HLS aus Hannover in der Datenbank

Beitrag von Fire » Mittwoch 23. Februar 2005, 16:56

Ich hab gerade mal die DB durchgeblättert. Es wird ja

P.S. Die HLS Limesstadt hätte mir auch gefallen

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turboquattro
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Re: HLS in Hannover

Beitrag von turboquattro » Donnerstag 22. April 2021, 12:43

Zahlreiche interessante Bilder aus den 90er Jahren konnten wir beim jüngsten Update auf hochleistungssirene.de von den ehemaligen HLS-Standorten in Hannover einstellen. Darunter sind auch einige, welche die Konstruktion unter den Dachstühlen zeigen.

Viel Spaß beim Betrachten!

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Re: HLS in Hannover

Beitrag von Niklas » Donnerstag 22. April 2021, 15:23

Mannometer.
Die haben da ja massig Stahl unter die Dächer gebracht. Das Ausrichten und Montieren der Unterkonstruktionen muss eine ganz schöne Plackerei gewesen sein, da man wohl kaum die ganzen Dachstühle auf großer Fläche geöffnet haben wird.

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Re: HLS in Hannover

Beitrag von ECN 2400 » Donnerstag 22. April 2021, 15:53

Immer wieder schön zu sehen wieviel Arbeit man damals bereit war in das Warnnetz zu investieren.

ReinhardG
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Re: HLS in Hannover

Beitrag von ReinhardG » Donnerstag 22. April 2021, 16:13

Also ich wünsche mir diese Zeit definitiv nicht zurück. Der Grund für das Warnnetz, das können sich viele heute gar nicht mehr vorstellen, war der Kalte Krieg, der mit Vorwarnzeiten im Minutenbereich die reale Möglichkeit eines Nuklearangriffes entsprechend der damals geltenden Militärdoktrin enthielt, und zwar auf beiden Seiten. Grund für diese hohe Kampfbereitschaft war die Tatsache, dass die eigenen Kampfmittel durch einen Nuklearschlag wirkungslos geworden wären, so musste die Reaktion innerhalb der kurzen Vorwarnzeit stattfinden. Und, das wissen wir heute, nicht nur einmal konnte der Weltuntergang durch menschlichen Eingriff und letzten Endes auch Vertrauen gerade noch abgewendet werden. Ohne dass nur eine Sirene zu hören gewesen wäre.

Dass man in solchen Zeiten bereit war, sehr viel Geld für ein funktionierendes Warnnetz in die Hand zu nehmen, ist wirklich kein Wunder. Letztlich war die Bevölkerung trotzdem weitgehend ungeschützt, aber das ist ein eigenes Thema. Für Feuerwehr oder Kat.Schutz hätte man diesen Aufwand nicht betrieben. Von daher weine ich dem keine Träne nach, freue mich aber, dass es so viele Menschen gibt, welche die Erinnerung aufrecht erhalten.

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Re: HLS in Hannover

Beitrag von ECN 2400 » Freitag 23. April 2021, 07:02

Da hast du natürlich recht, ich kenne die Zeit auch noch.

Ich habe es trotzdem schon immer für einen Fehler gehalten alle Strukturen des ZS/Kats. einfach abzubauen. Vieles müssen wir heute mühesam wieder aufbauen da man gemerkt hat das es ein Fehler war alles aufzulösen.

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Re: HLS in Hannover

Beitrag von hoffendlichS3 » Freitag 23. April 2021, 09:49

Ich habe mir die Bilder gestern Abend auch noch zu Gemüte geführt.

Sehr geil wirklich, gerade mit den Unterkonstruktionen,
schon richtig Aufwand und vor allem nichts von der Stange gewesen.

Zwei Standorte die ich gesehen habe, da war ich echt erstaunt, da bin ich mehrfach vorbei gefahren
und dachte immer "Hier wäre ein super Standort für eine HLS".
"Die Sirene ist und bleibt das effektivste Mittel um Aufmerksamkeit der Massen zu erregen"

ReinhardG
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Re: HLS in Hannover

Beitrag von ReinhardG » Freitag 23. April 2021, 10:17

ECN 2400 hat geschrieben:
Freitag 23. April 2021, 07:02
Ich habe es trotzdem schon immer für einen Fehler gehalten alle Strukturen des ZS/Kats. einfach abzubauen. Vieles müssen wir heute mühesam wieder aufbauen da man gemerkt hat das es ein Fehler war alles aufzulösen.
Naja, war halt alles auch damals schon sehr teuer, aber da gingen eben Sicherheit und Einsatzbereitschaft vor. Später ist man ja von den netzunabhängigen HLS weggegangen und hat viele auf Elektrobetrieb umgerüstet und die nachfolgenden in der Leistung skalierbaren ELS sind ja sogar schon wieder netzunabhängig.

Ansonsten ist es durchaus bemerkenswert, wie gut organisiert Katastrophenschutz und Krisenstäbe vielerorts sind, allerdings kommt es da auch auf das Engagement von Kreisen und Kommunen an, deshalb ist das unterschiedlich. Aber es ist ja nicht so, dass wir heute gar nichts haben. Dass das Konzept vom "stillen Alarm" über Handyapp nicht funktioniert, hat sich ja nun schon zweimal erwiesen, allerdings waren da auch viele Sirenen stumm. Am besten scheint es mir noch da zu laufen, wo die Fäden bei der Feuerwehr zusammenlaufen, aber das ist nur so ein Eindruck von außen. Dezentrale Konzepte haben ihre Probleme, aber eine hauptamtliche zentrale Struktur wie die Warnämter vorzuhalten, wäre heute unbezahlbar und auch von zweifelhaftem Nutzen unter heutigen Verhältnissen. Du hast halt bei wetterbedingten Katastrophen ausreichend lange Vorwarnzeiten und bei plötzlichen Ereignissen wie Zugunglücken bleibt das Ausmaß regional begrenzt. Es sind eigentlich nur wenige Szenarien bei AKW oder Chemie denkbar, wo die vorhandenen Krisenstäbe an ihre Grenzen kommen.

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Re: HLS in Hannover

Beitrag von hoffendlichS3 » Freitag 23. April 2021, 18:43

Die Wanrämter konnten aber auch damals schon nur bestimmte Kreise, als Kommunen oder Städte auslösen.
Und es gab auch die Optionen der Ferntastgleichstromgeräte, die dann ebenfalls nur die Kommune ansteuerten.

Die geringste Anzahl der HLS (in unserem Sinne HLS) wurde umgerüstet, die meisten so belassen oder demontiert.

Das Konzept war damals schon gut. Zu viele einzelne Stellen bergen wieder das Problem der Kommunikation
untereinander im Schadensfall, auch das wurde schon mehrfach alleine zwischen zwei benachbarten Kreisen
leider bewiesen. In einem Chemieunfall, der andere Alarmiert aber nicht die ZB weil nicht in seinem Kreis.
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Re: HLS in Hannover

Beitrag von ReinhardG » Samstag 24. April 2021, 00:39

hoffendlichS3 hat geschrieben:
Freitag 23. April 2021, 18:43
Das Konzept war damals schon gut. Zu viele einzelne Stellen bergen wieder das Problem der Kommunikation
untereinander im Schadensfall, auch das wurde schon mehrfach alleine zwischen zwei benachbarten Kreisen
leider bewiesen. In einem Chemieunfall, der andere Alarmiert aber nicht die ZB weil nicht in seinem Kreis.
War gut, aber halt exorbitant teuer und schon damals angesichts nicht vorhandener Schutzraumplätze und Vorwarnzeiten im Minutenbereich eigentlich überflüssig. Die Warnung wäre rechtzeitig genug erfolgt, dass für den größten Teil der Bevölkerung dann der Nuklearblitz das letzte gewesen wäre, was sie in ihrem Leben erlebt haben. Diese Diskussion gab es durchaus auch schon so im Kalten Krieg, davon lebte die Friedensbewegung.

Nicht mit der heutigen Situation vergleichbar, niemand nimmt mehr so viel Geld für ein zentralisiertes Warnsystem in die Hand, das man noch viel weniger braucht als damals. Natürlich muss man darauf achten, dass es auch funktioniert, aber das geht auch mit weniger Aufwand.

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