Drehfeldprüfer selber bauen

Berichte über komplette Restaurationen von Sirenen und Zubehör, bzw. Eigenbauten von Sirenen, Steuerungen und Zubehör
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Drehfeldprüfer selber bauen

Beitrag von AlteHeuler324 » Sonntag 20. Mai 2012, 01:53

Hallo zusammen,

ich habe beim Surfen folgende Schaltung gefunden:
25156_1114445417_Drehfeldrichtungspr_fer.GIF
Schaltplan des Drehfeldprüfers
Quelle: http://forum.electronicwerkstatt.de/phpBB/Messgeraete/drehfeldrichtungsanzeigegeraetebausatzschaltplan_fuer_kleines_geld-t35550f24_bs0.html
25156_1114445417_Drehfeldrichtungspr_fer.GIF (5.3 KiB) 7890 mal betrachtet
diese nützliche Schaltung ist ein Drehfeldprüfer, mit dem man feststellen kann, ob die Phasen richtig herum angeschlossen sind. Mit ein paar Bauteilen ist diese Schaltung aufgebaut. Der Kondensator sollte bis "1000V=" bzw. "400V~" spannungsfest sein, "690V=" sind da zu wenig.
Die Anschlüsse werden mit der entsprechenden Phase verbunden. Leuchtet die grüne Glimmlampe, so habt ihr die Phasen richtig herum angeschlossen. Leuchtet jedoch die rote Glimmlampe, so ist das Drehfeld falsch herum. Dann müsst ihr die beiden schwarzen Zuleitungsadern vertauschen.
Foto0034.jpg
so kann das Teil aussehen
Umsetzung dieser Schaltung meinerseits. rot = L1, gelb = L2, grün = L3.
Da ich keine grünen Glimmlampen mehr hatte, verbaute ich eine weiße.

Vorsicht!!!

Zwischen den Anschlüssen liegen ca 400V! Wollt ihr diese Schaltung nachbauen, so solltet ihr Vorkenntnisse im Bereich der Elektrotechnik besitzen. Wer mit diesem Schaltplan nichts anfangen kann bzw. keine Ahnung davon hat, sollte den Nachbau unterlassen! Nachbau erfolgt auf eigene Gefahr! Bei Basteleien an Netzspannung müssen die 5 Sicherheitsregeln beachtet werden!
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Re: Drehfeldprüfer selber bauen

Beitrag von Siren lover » Sonntag 20. Mai 2012, 09:37

Sehr interessant. ;-)
Da stellt sich aber die Frage, warum man nicht 19,99€ für nen geprüften Drehfeldprüfer ausgibt...
Auch viele zweipolige Spannungsprüfer können das Drehfeld prüfen...

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Re: Drehfeldprüfer selber bauen

Beitrag von Niklas » Sonntag 20. Mai 2012, 11:40

Fein! Das i-Tüpfelchen wäre noch wenn du R = gelb; S = grün; und T = violett gemacht hättest ;)

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Re: Drehfeldprüfer selber bauen

Beitrag von AlteHeuler324 » Sonntag 20. Mai 2012, 14:03

@siren lover: wer die Bauteile noch irgendwo rumfliegen hat und lieber bastelt als kauft, ist das doch das Ideale ;-) aber Zweipolprüfgeräte fürs Drehfeld? würde mich mal interessieren, wie die funktionieren...

@niklas: ja stimmt, hätte man auch machen können, aber hatte leider nur rot, gelb und grün als Kabel da...
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Re: Drehfeldprüfer selber bauen

Beitrag von sirenator » Sonntag 20. Mai 2012, 14:50

Ganz ehrlich: wenns um spannungen jenseits der 50V geht sollte man vorsichtig damit sein, zum Lötkolben zu greifen! Bei boayey gibs die dinger für 'n appel und 'n ei!
Ich hab damals vom Ralph (danke nochmal) ein Handmessgerät bekommen (weiss grad nicht den Namen) das Teil kann auch die Drehrichtung anzeigen. ganz simpel.

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Re: Drehfeldprüfer selber bauen

Beitrag von Siren lover » Sonntag 20. Mai 2012, 15:12

AlteHeuler324 hat geschrieben:@siren lover: wer die Bauteile noch irgendwo rumfliegen hat und lieber bastelt als kauft, ist das doch das Ideale ;-) aber Zweipolprüfgeräte fürs Drehfeld? würde mich mal interessieren, wie die funktionieren...
Ja, klar. Sei aber vorsichtig. ;-)

@sirenator

Bin ganz deiner Meinung^^

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Re: Drehfeldprüfer selber bauen

Beitrag von Niklas » Sonntag 20. Mai 2012, 15:19

sirenator hat geschrieben:Ganz ehrlich: wenns um spannungen jenseits der 50V geht sollte man vorsichtig damit sein, zum Lötkolben zu greifen!
Dann wäre ich arbeitslos. Außerdem: KT88 mit 700V ;)

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Re: Drehfeldprüfer selber bauen

Beitrag von sirenator » Sonntag 20. Mai 2012, 20:53

Niklas hat geschrieben:
sirenator hat geschrieben:Ganz ehrlich: wenns um spannungen jenseits der 50V geht sollte man vorsichtig damit sein, zum Lötkolben zu greifen!
Dann wäre ich arbeitslos. Außerdem: KT88 mit 700V ;)
Gut ich meinte das eher für nicht fachpersonal, du und andere Elektriker die ihr Handwerk auch gelernt haben seien ausgenommen^^

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Re: Drehfeldprüfer selber bauen

Beitrag von Wolfi » Mittwoch 23. Mai 2012, 01:03

Leute, kritisiert doch nicht immer gleich.

Vielleicht interessiert hier den einen oder anderen im Forum wirklich, wie so ein Drehfeldprüfer schaltungstechnisch aufgebaut ist.
Und diese Geräte habe ich teilweise schon für richtig teures Geld, bis jenseits der 50 Euronen, angeboten gesehen !

Von daher sollte man dem Alten Heuler für das Einstellen des Schaltplans vielmehr dankbar sein.

Daß das Arbeiten an Starkstromanlagen nichts für elektrotechnische Laien ist, und beim Selbstbau entsprechender Geräte der
absolut berührungssichere Aufbau in ein geeignetes Isolierstoffgehäuse zwingend erforderlich ist, sollte selbstverständlich sein.
Und einen entsprechenden Warnhinweis hat er ja ausdrücklich mit dazugeschrieben.

Grüße,

Wolfi

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Re: Drehfeldprüfer selber bauen

Beitrag von Niklas » Mittwoch 23. Mai 2012, 15:13

Achja, einen kleinen Verbesserungsvorschlag hätte ich:

In mindestens zwei der Anschlusspfade der Zuleitung würde ich noch jeweils eine Feinsicherung integrieren.
Klar, bei einem gewissenhaften Aufbau in einem Entsprechendem Gehäuse (Schutzklasse II) sollte nichts passieren,
jedoch ist die Sicherheit gerade bei Messungen im Bereich von CAT III und CAT IV immer so hoch wie möglich zu halten!

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Re: Drehfeldprüfer selber bauen

Beitrag von AlteHeuler324 » Mittwoch 23. Mai 2012, 15:50

Ich würde das Teil auch nicht in ein Metallgehäuse einbauen ^^ aber die Idee mit der Sicherung ist gut.
Eventuell könnte man noch für jede Phase eine Glimmlampe einbauen, um anzuzeigen, ob alle drei Phasen Strom führen.

@Siren lover Übrigens hab ich mir nochmal die Sache mit diesen zweipoligen Drehfeldprüfern durch den Kopf gehen lassen: Das ist ne gute Idee, keine Frage, aber mit dem dreipoligen Messgerät ist man auch in der Lage, messen zu können, ob alle drei Phasen überhaupt Saft haben. Außerdem kommen die Dinger "näher an die Betriebsbedingungen heran", also werden wie ein Drehstromverbraucher angeklemmt. Und ich denke, dem sollte ein Messgerät so nahe wie möglich kommen. Erinnert mich irgendwie an den berühmten "Lügenstift".

Und ich sage ja auch nicht, dass ihr das Teil nachbauen sollt. Wer es nachbauen möchte, kann dies gerne tun, und wer nicht, muss es nicht ;-)
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Re: Drehfeldprüfer selber bauen

Beitrag von Siren lover » Mittwoch 23. Mai 2012, 15:58

AlteHeuler324 hat geschrieben: @Siren lover Übrigens hab ich mir nochmal die Sache mit diesen zweipoligen Drehfeldprüfern durch den Kopf gehen lassen: Das ist ne gute Idee, keine Frage, aber mit dem dreipoligen Messgerät ist man auch in der Lage, messen zu können, ob alle drei Phasen überhaupt Saft haben. Außerdem kommen die Dinger "näher an die Betriebsbedingungen heran", also werden wie ein Drehstromverbraucher angeklemmt. Und ich denke, dem sollte ein Messgerät so nahe wie möglich kommen. Erinnert mich irgendwie an den berühmten "Lügenstift".

Und ich sage ja auch nicht, dass ihr das Teil nachbauen sollt. Wer es nachbauen möchte, kann dies gerne tun, und wer nicht, muss es nicht ;-)
Ich sprach von einem zweipoligen Spannungsprüfer (ala DuSpol). Keinen 2 poligen Drehfeldprüfer ;-)
Nun, wenn man nen Drehstromverbraucher anklemmt, sind ja eigentlich mehrere Messungen notwendig.

Sollte ja keine direkte Kritik sein! Ich möchte ja nur, dass sich niemand verletzt ;-)
Zuletzt geändert von Siren lover am Mittwoch 23. Mai 2012, 18:57, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Drehfeldprüfer selber bauen

Beitrag von AlteHeuler324 » Mittwoch 23. Mai 2012, 16:56

ok, dann hab ich das missverstanden ;-)
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Re: Drehfeldprüfer selber bauen

Beitrag von sirenator » Mittwoch 23. Mai 2012, 17:17

Also mein Fluke kann genau das gleiche was ein Dreipoliger auch kann.... spannung und drehrichtung anzeigen... ganz easy

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Re: Drehfeldprüfer selber bauen

Beitrag von Ralph » Samstag 26. Mai 2012, 11:50

Hallo,
ja, ein 2-poliges Messgerät wie das Beta Unitest 2000 ß, welches du hast Sirenator ist schon sehr genau und reicht für den Heimgebrauch allemal aus was das Drehfeld messen angeht. Noch genauer und sicherer ist allerdings gerade für den "Profibereich" (damit meine ich Firmen etc, welche damit Geld verdienen und für ein richtiges Drehfeld GARANTIEREN müssen) ist ein 3-poliger Drehfeldmesser unerlässlich. Allerdings haben die teuren (ca. 2000 €) VDE Messgeräte einen Solchen gleich mit an Bord.

In meinen Augen ist es absolut nicht verkehrt sich ein solchen Drehfeldmesser selber zu bauen. Man sollte es sich aber selber zutrauen und VORHER ausgiebig mit dem Thema Elektrotechnik beschäftigt haben!
Danke noch mal für den Warnhinweis gleich im ersten Beitrag!

Sicher kann man den Schaltplan ganz einfach um die ein oder andere Sache wie Lämpchen und/oder Sicherungen erweitern. Mein Tip: Gleich an JEDE Messleitung eine Feinsicherung rein.

Gruß,
Ralph
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